Was ist ein Sporthelfer?

„In den neunten und zehnten Klassen haben wir 24 Sporthelfer ausgebildet“, sagte Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen. „Sie sind nun geeignet, Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche in unserer Schule oder in Sportvereinen anzubieten und zu betreuen.“ Als Einsatzmöglichkeiten kommen Hilfsfunktionen bei Arbeitsgemeinschaften, Pausensport, beispielsweise Fußball-Pausenliga, offene Pausenangebote, Sportplatz-Aufsicht oder Schulsport¬feste und Wettkämpfe sowie sportorientierte Projekte in Frage.
„Die Sporthelfer werden befähigt, in der Schule bei verschiedenen Anlässen zu helfen und zu unterstützen und partizipieren so aktiv am Schulleben. Sie übernehmen eine große Verantwortung“, erklärte Sportlehrer Werner Thies, der die Jugendlichen seit einem Jahr auf ihre Aufgabe vorbereitete. „Wir fördern mit dieser Maßnahme gemeinsam eine langfristige und die Schulzeit überdauernde Bindung junger Menschen an den Sport. Die Ausbildung zum Sporthelfer stellt vielfach den Einstieg für andere Qualifizierungsmaßnahmen des gemeinnützigen Sports dar“, ergänzte Hermann Twittenhoff. Die Sporthelfer sollen darüber hinaus eigene Ideen und Initiativen in den Schulalltag einbringen und durch ihre Impulse den sportlichen Schulalltag in der Gesamtschule Wulfen mitbestimmen und mitgestalten. Ihre Bereitschaft zur Übernahme von Mitverantwortung und Mitgestaltung des schulischen Lebens fördert zudem die Identifikation mit „ihrer" Schule. Außerdem leisten sie damit einen wesentlichen Beitrag zu einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung. Bei den vielfältigen Einsätzen im Schullalltag werden die Sporthelfer nicht alleine gelassen. Der Ausbildungslehrer Werner Thies fungiert als Begleitperson und Mentor. Erfahrungen und Eindrücke können regelmäßig ausgetauscht und neue Ideen und Projekte besprochen und umgesetzt werden.
Neben dem motorischen Wert für andere Schüler, die vom Einsatz der Sporthelfer profitieren, hat diese Lehrtätigkeit noch einen zweiten, nicht zu unterschätzenden pädagogischen Wert für die Sporthelfer selbst: Für sie führt ihre Lehrtätigkeit nicht nur zu tieferen theoretischen und praktischen Kenntnissen im Bereich des Sports, sondern auch zu einer Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit und der Ausbildung zentraler Schlüsselkompetenzen. Die Sporthelfer übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler und von ihnen wird ein vorbildhaftes Verhalten in ihrer Lehrtätigkeit verlangt. Mit der Sporthelfer-Ausbildung erhalten die Jugendlichen außerdem eine erste Qualifikation im organisierten Sport, die, wenn gewünscht, Weiterqualifikationen nach sich ziehen kann. Mit der Ausbildung und im Einsatz sammeln die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung.
„Das gemeinsame Lernen und Sporttreiben, das Zusammensein mit Freunden und dabei Spaß zu haben, prägen das Leben junger Menschen. Die Ausbildung von Sporthelfern verbindet diese Interessen und hat einen hohen Lebensweltbezug“, so Werner Thies weiter. Der gezeigte Einsatz, das Interesse und das Verant-wortungsbewusstsein führen schließlich zum Bestehen. Die Bescheinigung wird vom Landessportbund ausgestellt und entspricht dem Gruppenhelferschein I.