Einen eindrucksvollen Vormittag erlebte die kommende EF der Gesamtschule Wulfen bei einer Autorenlesung mit Elvira Jankowski. Die Ingenieurin, Dozentin und Autorin stellte ihr Buch „Als Arbeiterkind von der Köttelbecke zum Erfolg in einem Männerberuf!“ vor und nahm die Jugendlichen mit auf eine bewegende Reise durch ihr Leben. Dabei vermittelte sie vor allem eine Botschaft: Bildung eröffnet Chancen, unabhängig von der eigenen Herkunft.
Jankowski berichtete offen von ihrer Kindheit in einfachen Verhältnissen, von den Herausforderungen als Arbeiterkind und von den Vorurteilen, mit denen sie auf ihrem Weg konfrontiert wurde. Sie schilderte, wie sie sich Schritt für Schritt über eine Ausbildung und ein späteres Studium zur Ingenieurin und schließlich zur Dozentin entwickelte. Dabei verschwieg sie weder Rückschläge noch Zweifel, machte aber deutlich, dass Wissbegierde, Durchhaltevermögen und der Mut, den eigenen Weg zu gehen, entscheidend für ihren Erfolg waren.
Besonders eindrucksvoll war ihr Appell an die Jugendlichen, sich nicht von ihrer sozialen Herkunft oder den Erwartungen anderer begrenzen zu lassen. Bildung sei eine Investition in die eigene Zukunft, die sich langfristig auszahle. Mit ihrer persönlichen Geschichte wollte sie Mut machen, Ziele konsequent zu verfolgen, auch wenn der Weg dorthin mit Anstrengungen und Verzicht verbunden sei.
Schulleiter Hermann Twittenhoff zeigte sich beeindruckt von der Wirkung der Lesung. „Elvira Jankowski vermittelt auf authentische und glaubwürdige Weise, dass Bildung Lebenschancen eröffnet. Gerade weil sie ihre eigene Geschichte so offen erzählt, erreicht sie junge Menschen und macht ihnen deutlich, dass Herkunft kein Hindernis für Erfolg sein muss. Solche Begegnungen sind für unsere Schule von großem Wert“, betonte Twittenhoff.
Organisiert wurde die Veranstaltung von den Lehrkräften Sebastian Nowak und Stephanie Olbrich, denen es wichtig war, den Jugendlichen ein Vorbild mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte zu präsentieren. „Elvira Jankowski zeigt eindrucksvoll, dass Bildungswege nicht geradlinig verlaufen müssen und dass sich Beharrlichkeit auszahlt. Wir wollten den Jugendlichen Mut machen, ihre eigenen Möglichkeiten zu erkennen und an sich zu glauben“, erklärten Sebastian Nowak und Stephanie Olbrich.
Während der Lesung hörten die Jugendlichen aufmerksam zu und nutzten im Anschluss die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei interessierten sie sich nicht nur für den beruflichen Werdegang der Autorin, sondern auch für persönliche Erfahrungen und die Motivation, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben.
Mit ihrer authentischen Art und ihrer klaren Botschaft hinterließ Elvira Jankowski einen bleibenden Eindruck. Die Lesung machte deutlich, dass Bildung weit mehr ist als Schulwissen. Sie kann Türen öffnen, Perspektiven schaffen und Menschen dazu ermutigen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
