Jahrgang 9 der Gesamtschule Wulfen besucht Theater in Marl

„All’ unsere Schüler haben in ihrer Schullaufbahn Zugang zu Inhalten und Projekten kultureller Bildung“, sagt Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen. Deshalb besuchten die sechs Klassen des 9. Jahrgangs, das sind etwa 160 Schüler und 12 Lehrer, das Theater Marl, um sich dort das Schauspiel „Dschabber“ anzuschauen. „Das ist aufgrund der Corona-Krise der erste Besuch seit zwei Jahren“, freut sich die Organisatorin und die Kulturbeauftragte Katrin Block. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Vestische, die Sonderbusse bereitstellte.

Dschabber, so nennen sich Fatima und ihre Freundinnen, weil sie alle den Hidschāb, ein Kopftuch, tragen. Zusammen fühlen sie sich sicher, niemand kann ihnen etwas anhaben. Doch als ein islamfeindliches Graffiti an der Turnhallenwand auftaucht, schicken Fatimas Eltern sie auf eine andere Schule. Obwohl Fatima ziemlich offen und kein bisschen schüchtern ist, bleibt sie allein, bis sie ausgerechnet Jonas anspricht. Jonas ist einer, über den man nur heimlich spricht, der Schüler ebenso wie Lehrer provoziert und gerade mal wieder wegen eines Holocaust-Witzes beim Rektor sitzt. Obwohl Fatima von allen vor Jonas gewarnt wird, freunden sich beide an. Und für einen Moment scheint es beinahe so, als könnten die beiden alle Grenzen überwinden, die die Welt zwischen ihnen zieht. Dschabber erzählt von zwei jungen Menschen, die aus gänzlich unterschiedlichen Gründen mit Ausgrenzung, Vorurteilen und Misstrauen zu kämpfen haben und vielleicht gerade deshalb den Mut haben, sich aufeinander einzulassen.

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