Gesamtschüler aus Wulfen besuchen Buchenwald und Weimar

Die Schüler der Leistungskurse Geschichte der Gesamtschule Wulfen und ihre Lehrer Michael Immig und Svenja Kevering besuchten zwei der wichtigsten historischen Pole der deutschen Geschichte. „Das erste Ziel der Reise war Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Ettersberg unweit von Weimar“, sagte Schulleiter Hermann Twittenhoff. Vor Ort konnten sie sich dank der informativen Führung und der gelungenen Ausstellung ein Bild machen von den dortigen Geschehnissen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und dem Umgang mit der Gedenkstätte während der Zeit der DDR. Mit dem Lager sollten politische Gegner bekämpft, Juden, Sinti und Roma verfolgt sowie "Gemeinschaftsfremde dauerhaft aus dem deutschen "Volkskörper" ausgeschlossen werden. Schon bald wurde Buchenwald zum Synonym für das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager.

Am nächsten Tag folgte neben einem Rundgang durch die Goethe- und Schiller-Stadt Weimar ein Besuch der Ausstellung zur Entstehung der Weimarer Republik im Weimarer Stadtmuseum. Hier spürten die Schüler aus Wulfen den Geist der deutschen Klassik. Weimar ist zudem die Stadt, die der ersten parlamentarischen Republik auf deutschem Boden ihren Namen verlieh. In Weimar, der Kulturstadt Europas 1999, waren viele große Persönlichkeiten zu Hause: Goethe, Schiller, Herder, Bach, Liszt, Wieland, Cranach, van de Velde oder Gropius als Begründer des Bauhauses. Für die angehenden Abiturienten gab es also viel zu sehen.

„Dieser jährlich durchgeführte Besuch von Oberstufenkursen der GSW stand unter dem Blickwinkel aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und der Frage, ob die furchtbaren Geschehnisse aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bloße Historie sind oder Lehren für die Gegenwart bereithalten können“, so Michael Immig und Svenja Kevering.

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