Briefeschreiben kann Leben retten

Gemeinsam für Menschenrechte kämpfen

"Briefeschreiben kann Leben retten“, sagte Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen. Das zeige der weltweite Briefmarathon für Menschen in Not und Gefahr, den Amnesty International jedes Jahr rund um den Tag der Menschenrechte starte und an dem sich in diesem Jahr zahlreiche Gesamt-Schüler beteiligten. Mehrere Hundert Briefe wurden von ihnen verfasst, in denen Regierungen aufgefordert werden, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schrieben sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden.

Um die Aktion zu unterstützen, wurden von der Schülervertretung in der Bibi am See ein Informationsstand und ein Briefkasten aufgebaut. „Wir haben mit einer Durchsage auf das Briefeschreiben hingewiesen und Kollegen, die Gesellschaftslehre bei uns unterrichten, gebeten, ebenfalls ihre Schüler aufzufordern, mitzumachen“, so Niels Kohlhaas, der als Lehrer das Projekt begleitete. Mit dem Ergebnis zeigte er sich mehr als zufrieden. Die geschriebenen Briefe werden nun gebündelt in einem großen Umschlag nach Berlin geschickt und von dort aus weitergeleitet.

„Unsere Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind und sie machen Regierungen Druck“, meinte Niels Kohlhaas weiter. Einen einzelnen Brief könnten Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die die Einhaltung der Menschenrechte fordern, ließen sich nicht ignorieren. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Menschenrechte wurde begleitend eine Ausstellung zur Geschichte der Menschenrechte in der BiBi am See präsentiert.

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