Was ihr wollt Theateraufführung in der Gesamtschule Wulfen

Das Theaterteam der Gesamtschule Wulfen legt sich mächtig ins Zeug. Nach den erfolgreichen Aufführungen vor vollem Haus von „Currywurst mit Pommes“ folgt nun der zweite Streich: An zwei hintereinander folgenden Tagen, am 06.07. um 10.30 Uhr und am 09.07. um 19 Uhr, spielen Schüler des 12 Jahrgangs im Forum „Was ihr wollt“ von Shakespeare. Die Veranstaltungen sind öffentlich.

Inhaltlich geht es darum, dass durch einen Schiffbruch Viola von ihrem Zwillingsbruder Sebastian getrennt wird, der ihr täuschend ähnlich sieh. Um Gefahren zu entgehen, kleidet sie sich in Männertracht und nimmt unter dem Namen Cesario Dienste bei dem Herzog Orsino von Illyrien. Orsino hegt eine unerwiderte Liebe zu der schönen Gräfin Olivia. In Trauer um ihren Bruder hat sich Olivia von der Außenwelt abgeschlossen. Nur mit Mühe gelingt es Cesario-Viola, als Bote des Herzogs bei ihr vorgelassen zu werden. Olivia ist von Cesarios Anblick bewegt, ihr Herz beginnt für den Jüngling zu schlagen. Sie gesteht ihm auch ihre Liebe, die er – Viola – natürlich zurückweisen muss.

Gewinner des Mathematikwettbewerbes „Mathe Magic“

Die Gewinner des schulinternen Wettbewerbs „Mathe Magic“ der Gesamtschule Wulfen stehen fest. „Über 50 schlaue Köpfe aus den Jahrgängen 5 bis 8 haben daran teilgenommen und sich Knobelaufgaben mit Begründung der Lösung gestellt“, freut sich Schulleiter Hermann Twittenhoff. Nach drei Hausaufgabenrunden haben es die zehn besten Schüler in die Endrunde geschafft. Sie erhielten jetzt ihre Preise:

Name        Klasse

  1. Thorgert Weitz 7.6
  1. Vera Sashkina5.1
  1. Jule Stollbrink 6.5
  1. Nike Lensen 6.5
  1. Magnus Drewes 7.6
  1. Marvin Ley 7.4
  1. Maja Mecking  6.5
  1. Felicitas Sandermann 5.1
  1. Rune Gulher 5.6
  1. Philip Sulz 5.6

Betontiere erobern Hof der Gesamtschule Wulfen

Die Schülervertretung der Gesamtschule Wulfen hat im vergangenen Herbst angeregt, auf dem Schulhof der Schule mehr Sitz- und Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen. Auf dem Schulhof gibt es bereits eine große „tierische“ Betonfigur in Bodenhöhe, auf der Schüler sich gerne aufhalten. So konkretisierte sich die Projektidee, die mit der Bildhauerin Regine Rostalski vom Kunsthof Nordkirchen realisiert und mit der SpardaSpenden Aktion finanziert werden soll: Eine Schülergruppe erstellt Entwürfe für farbig gestaltete Unterwassertiere und trifft eine Auswahl von drei Objekten. Eine weitere Kleingruppe von Schülern übernimmt die Umsetzung der Entwürfe im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft. Das Projekt findet in Kunsträumen, im Technikraum und auf dem Schulhof statt. „Es ist schön zu sehen“, so Schulleiter Hermann Twittenhoff, „wenn Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre Ideen wie Funken sprühen. Wo Schüler fantasievoll etwas mitgestalten, entstehen spannende Projekte.“ Die Künstlerin ist in besonderem Maße für die Umsetzung geeignet, da sie bereits viel Erfahrung in der Herstellung solcher im Boden verankerten Objekte hat. Neben dieser fachlichen Qualität steht in dem Projekt die Beteiligung möglichst vieler Schüler im Vordergrund: Die Arbeitsschritte vom Entwurf bis zur Realisierung: Zeichnungen und Tonskulpturen erstellen, Jury zur Auswahl der Objekte, Material einkaufen, Drahtgerüste erstellen, Beton vorbereiten, Sockel gießen, spachteln, schmirgeln, bemalen. Feierliche „Enthüllung“ mit Vertretern der Schülerversammlung, einer Bläserklasse und Projektvor­stellung durch die Projektgruppe wird dann am Ende des Projektes stattfinden. Es sollen in der Woche vom 2. bis 6. Juli durch die Klasse 8.1 eine Schlange und ein Fisch entstehen.„Der Wunsch, auf dem Schulhof Tierskulpturen zu erstellen entstand im Zusammenhang mit den vielen Natur- und Artenschutzprojekten an der Schule sowie den schulischen Initiativen wie Imker-AG, Projektwoche zum Globalen Lernen oder Kunstaktivitäten im Rahmen der KlimaKunstSchule“, sagt die betreuende Lehrerin Annika Schlegel. Die Fantasietiere visualisieren somit auch die nachhaltigen Entwicklungsprojekte an der Schule. Die Objekte werten den Schulhof ästhetisch auf, sind aber vor allem zum Sitzen und Balancieren für die jüngeren Schüler geeignet. Mit den Spenden muss zunächst das spezielle Material für die Skulpturen angeschafft werden: Ton, Draht, Spachteln, Marmorkörnung, Zement, Schleifmaterial, Farben und weiteres Verbrauchsmaterial. Außerdem muss die fachliche Unterstüt­zung durch die Künstlerin Regine Rostalski finanziert werden, die die Entwicklung, Umsetzung und Fertigstellung begleitet und anleitet.

Politikern auf den Zahn gefühlt

Gesamtschüler aus Wulfen besuchen Landtag

Wulfen/Düsseldorf. Der Leistungskurs Sozialwissenschaften der Stufe 12 der Gesamtschule Wulfen hat an einer Plenarsitzung im Düsseldorfer Landtag teilgenommen, in der die neue Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser als Nachfolgerin der zurückgetretenen Christina Schulze Föcking vereidigt wurde. „Unsere Schüler konnten so Demokratie hautnah erleben“, sagte Olaf Herzfeld, der das Fach unterrichtet. In einem anschließenden einstündigen Gespräch fühlten sie dem gewählten Vertreter aus dem Wahlkreis IV Recklinghausen, dem Generalsekretär der CDU, Josef Hovenjürgen aus Haltern, besonders in den Politikfeldern Energie, Bildung und Sozialsystem auf den Zahn. „Dem Ziel, junge Menschen für Politik zu begeistern, sind wir heute näher gekommen. Ihr Besuch war ein gutes Beispiel für Kommunikation – das ist wichtig, gerade in dieser Zeit“, erklärte Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen. Die Geschehnisse in anderen Ländern zeigten, wie wertvoll Demokratie sei, so Herzfeld weiter. Ein Parlament sei der richtige Ort für Streit, sonst finde dieser außerhalb und etwaig mit Gewalt begleitet statt. Der Landtag arbeite daran, die frühzeitige Beteiligung von Jugendlichen zu verbessern, damit diese möglichst in großer Zahl wählen gingen. Auch lernten die Schüler aus Wulfen, dass man sich an den Petitionsausschuss des Landtages wenden kann, wenn man sich einmal über Staat, Regierung oder Kommune ärgert.

Musik verbindet

Bläserklassen aus Wulfen und Mecklenburg Vorpommern proben gemeinsam

Es ist mittlerweile eine liebgewonnene Tradition geworden, dass sich Schüler aus den Bläserklassen der Gesamtschule Wulfen sowie der Verbundenen Regionalen Schule und vom Gymnasium Tisa von der Schulenburg aus Mecklenburg Vorpommern treffen. Eine Delegation von über 50 Gästen aus dem nördlichen Bundesland war zu Gast in Wulfen. Gemeinsam bildeten sie im Forum ein Orchester mit mehr als 100 Mitgliedern, um für ein Konzert zu üben. „Musik verbindet“, freute sich Schulleiter Hermann Twittenhoff über dieses Treffen, dem ein Gegenbesuch folgen wird. „Das gemeinsame Musizieren fördert spielerisch das Sozialverhalten der Kinder, so dass es ganz allgemein zu einer Stärkung der Gruppengemeinschaft kommt. Bläserklassen sind teamfähig und rücksichtsvoll. Für die Kinder ist zudem gemeinsames, zielorientiertes Arbeiten selbstverständlich“, fasst Hermann Twittenhoff kurz die pädagogischen Vorteile des Bläserklas­senkonzepts zusammen.

Der Instrumentalunterricht in der Bläserklasse gewährleistet, dass die Kinder in kurzer Zeit große Fortschritte auf ihrem Instrument machen. „So wird aus unserer Erfolgsgeschichte ‚Bläserklasse‘ schnell auch ein persönliches Erfolgserlebnis für den einzelnen Schüler“, erklärt Thomas Klemme, Musiklehrer an der Gesamtschule Wulfen. Die Bläserklasse ist eine Klasse, die einen besonderen Musikunterricht bekommt: Alle Schüler lernen ein Blasinstrument, das sie im Musikunterricht als Klassenorchester zusammen spielen. Wie in den anderen Klassen ist der Musikunterricht dabei zweistündig; zusätzlich jedoch erhalten die Schüler der Bläserklasse wöchentlich noch eine Stunde Instrumentalunterricht in Kleingruppen. Abgesehen von der Art des Musikunterrichts und dem Kleingruppenunterricht unterscheidet sich die Bläserklasse nicht von den anderen Klassen. Für den einzelnen Schüler bedeutet es, dass er zu vergleichsweise sehr geringen Kosten ein Blasinstrument erlernen kann. „Das aktive Musizieren fördert Konzentration, Kreativität, Leistungsbereitschaft und Selbstbewusstsein und hat damit positive Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung“, ergänzt Thomas Klemme. Zurzeit erlernen etwa 200 Schüler an der GSW ein Blasinstrument.

Kennengelernt hatte man sich, weil das Gymnasium Tida von der Schulenburg aus Mecklenburg mit dem hiesigen Kloster Dorsten Verbindung aufgenommen hatte. Schwester Barbara vermittelte umgehend einen Kontakt mit der Gesamtschule Wulfen, da es hier auch Bläserklassen gab. 2009 besuchte man sich zum ersten Mal. Um die Begegnungen noch harmonischer zu gestalten wurde vereinbart, die Schüler in Gastfamilien unterzubringen. „Das machen wir heute noch so. Dadurch sind viele persönliche Freundschafen entstanden“, meinte Thomas Klemme. Darüber hinaus treffen sich die organisierenden Lehrer regelmäßig auf dem Bläserklassenkongress in Schlitz.