Schüler gestalten Zukunftsvisionen auf Acrylglas
Mit dem Kunstprojekt „Haus der Träume 3.0“ setzt die Gesamtschule Wulfen ihre kreative Projektreihe fort. Unter dem Motto „Wünsche an die Zukunft“ haben Schüler des BiKu-Kurses des 10. Jahrgangs ihre Hoffnungen, Ideen und Visionen künstlerisch auf transparenten Acrylglasscheiben festgehalten. Das fertige Kunstwerk wurde nun auf einem eigens dafür gebauten Floß zu Wasser gelassen.
„Gerade in einer Zeit voller gesellschaftlicher Herausforderungen ist es wichtig, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten und ihre Wünsche sichtbar zu machen“, betont Schulleiter Hermann Twittenhoff. „Das ,Haus der Träume‘ ist weit mehr als ein Kunstprojekt. Es zeigt, dass Kreativität, Mitbestimmung und Zuversicht wichtige Bausteine unserer Schulkultur sind.“
Ausgangspunkt des Projekts war eine Umfrage, die bereits im vorletzten Schuljahr in der Schulstraße durchgeführt wurde. Gemeinsam mit den Lehrkräften Tanja van der Schors und Martin Reuer sammelten die Schüler die wichtigsten Wünsche und Zukunftsvorstellungen ihrer Mitschüler. Die am häufigsten genannten Begriffe bildeten anschließend die Grundlage für die künstlerische Gestaltung.


Unterstützt wurden die Jugendlichen dabei von der Dorstener Künstlerin Brigitte Stüwe, die ihre Erfahrung in den kreativen Prozess einbrachte. An einem Projekttag entstanden aus den gesammelten Ideen eindrucksvolle Motive und Schlagworte, die auf transparente Acrylglasscheiben übertragen wurden. Themen wie Frieden, Zusammenhalt, Nachhaltigkeit, Freiheit und eine lebenswerte Zukunft spiegeln sich in den Arbeiten wider.
Für die technische Umsetzung des Projekts entwickelte Techniklehrer Lukas Wicik ein schwimmfähiges Floß, das eigens für das „Haus der Träume“ konstruiert und gebaut wurde. Beim Stapellauf unterstützte Fabian Unger gemeinsam mit der Kanu-AG die Aktion und sorgte dafür, dass das Kunstwerk sicher zu Wasser gelassen werden konnte.
Katrin Block koordinierte das Projekt organisatorisch und betreute die Finanzierung. Ein Teil der Kosten wurde durch das Kulturagenten-Programm übernommen.
„Das ,Haus der Träume‘ verbindet Kunst, Kreativität und gesellschaftliche Themen auf besondere Weise“, sagt Katrin Block. „Es freut mich sehr zu sehen, mit welchem Engagement die Schüler ihre Gedanken und Hoffnungen eingebracht haben. So entsteht ein Kunstwerk, das nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch zum Nachdenken über unsere gemeinsame Zukunft anregt.“
Mit dem erfolgreichen Stapellauf geht das „Haus der Träume“ bereits in seine dritte Auflage und setzt erneut ein sichtbares Zeichen dafür, wie Schule Kreativität, kulturelle Bildung und Zukunftsdenken miteinander verbinden kann.
