Theater voller Action und Menschlichkeit

Kulturklasse 7 der GSW bei den Ruhrfestspielen

Einen besonderen Theaterbesuch unternahm die Kulturklasse 7 der Gesamtschule Wulfen zu den Ruhrfestspielen nach Recklinghausen. Dort besuchten die Jugendlichen die Aufführung „Heroes“ der belgischen Theatergruppe Laika und erlebten eine mitreißende Mischung aus Artistik, Humor und beeindruckender Bühnenkunst. In der fantasievoll gestalteten Superheldenzentrale herrschte von Beginn an Hochbetrieb: Zwischen rotierenden Waschmaschinen, blinkenden Lichtern und spektakulären Kulissen mussten fünf Superhelden zahlreiche Herausforderungen meistern. Ob Brände löschen, Außerirdische abwehren oder Brücken bauen. Mit viel Körpereinsatz und akrobatischem Geschick zeigten die Darsteller, wie anstrengend die Rettung der Welt sein kann. Die einstündige Aufführung verging für die Kulturklasse wie im Flug.

Im anschließenden Nachgespräch mit der Theaterpädagogin Franziska Rieckhoff wurde deutlich, dass hinter den scheinbar spielerischen Kampfszenen intensive Probenarbeit steckt. Gleichzeitig regte das Stück zum Nachdenken an. Im Mittelpunkt stand am Ende nicht die große Heldentat, sondern die Frage, wie jeder Mensch im Alltag anderen helfen kann. Der Leiter der Kulturschule der Stadt Dorsten, Hermann Twittenhoff, betonte die Bedeutung solcher kulturellen Erfahrungen: „Besuche bei den Ruhrfestspielen eröffnen jungen Menschen neue Perspektiven und ermöglichen Begegnungen mit Kunst und Kultur auf höchstem Niveau. Theater fördert Kreativität, Empathie und die Fähigkeit, gesellschaftliche Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Solche Erfahrungen sind eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht.“

Auch die begleitenden Lehrerinnen zeigten sich begeistert von der Wirkung der Aufführung. Katrin Block, Kulturbeauftragte der Gesamtschule Wulfen, erklärte: „Die Inszenierung hat die Klasse von der ersten Minute an gefesselt. Besonders beeindruckend war, wie die Darsteller ohne viele Worte eine spannende und zugleich tiefgründige Geschichte erzählen konnten.“ Beatrice Schladebach hob die Botschaft des Stücks hervor: „Die Aufführung hat gezeigt, dass Heldentum nicht immer spektakulär sein muss. Oft sind es die kleinen Gesten im Alltag, die für andere Menschen einen großen Unterschied machen. Diese Erkenntnis haben viele aus der Klasse mitgenommen.“

Für die Kulturklasse 7 war der Besuch der Ruhrfestspiele damit nicht nur ein unterhaltsames Erlebnis, sondern auch eine Begegnung mit den großen und kleinen Fragen des menschlichen Zusammenlebens.

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