Drei Tage ohne Smartphone:

Digital-Detox-Projekt an der GSW

Wie abhängig sind wir eigentlich von unserem Smartphone? Dieser Frage sind Schüler der Gesamtschule Wulfen im Rahmen eines besonderen Medienprojekts nachgegangen. Unter dem Titel „3 Tage ohne Smartphone“ haben sie ein Selbstexperiment gewagt und dabei bewusst auf ihr Handy verzichtet. „Drei Tage lang stellten sich die Teilnehmerinnen den Herausforderungen eines Alltags ohne digitale Begleiter. Kein Chatten, kein Scrollen, keine schnellen Informationen per Klick. Stattdessen standen persönliche Begegnungen, bewusste Freizeitgestaltung und neue Erfahrungen im Mittelpunkt“, erläutert Schulleiter Herman Twittenhoff.

Begleitet wurde das Projekt durch den Medienpädagogen Martin Reuer, der die Schüler bei der Planung und Umsetzung unterstützte. Ergänzend zum Verzicht organisierte ein Expertinnenteam aus der Oberstufe die Produktion einer kleinen Dokumentation sowie einer Podcastfolge. Darin berichten die Schüler offen über ihre Erlebnisse: von anfänglicher Unsicherheit über überraschende Freiräume bis hin zu neuen Perspektiven auf den eigenen Medienkonsum. Ergänzt wird der Podcast durch Interviews mit Mitschülern sowie Lehrkräften, die ihre eigenen Einschätzungen zum Thema Digital Detox teilen.

„Das Projekt hat deutlich gemacht, warum eine bewusste Auszeit von digitalen Medien für junge Menschen so wichtig sein kann: Intensive Nutzung sozialer Medien steht nachweislich im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für psychische Belastungen wie Depressionen und Angststörungen“, so Martin Reuer. Gleichzeitig kann ein Digital Detox helfen, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern, da die ständige Reizüberflutung durch digitale Medien reduziert wird. Auch die Schlafqualität kann sich verbessern, wenn insbesondere in den Abendstunden auf Bildschirme verzichtet wird. Darüber hinaus bleibt mehr Zeit für persönliche Gespräche und echte Begegnungen, wodurch soziale Beziehungen gestärkt werden. Nicht zuletzt kann eine reduzierte Online-Präsenz dazu beitragen, das Risiko von Cybermobbing zu verringern.

Das Projekt verband praxisnahes Lernen mit der Förderung zentraler Medienkompetenzen. Die Schülerinnen planten, produzierten und gestalteten die Medienprodukte eigenverantwortlich und setzten sich dabei kritisch mit Chancen und Herausforderungen digitaler Medien auseinander. Aufgrund der positiven Erfahrungen und Ergebnisse ist bereits geplant, das Projekt im kommenden Jahr erneut durchzuführen und weiter auszubauen.

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