Früh übt sich …

5.-Klässler der GSW besuchen Theateraufführungen.

„In unserer Schule spielen und unterrichten wir Theater: in der Theater AG, im Fach Darstellen und Gestalten oder im Literaturkurs. Für das Wahlpflichtfach Darstellen und Gestalten gibt es eine Handreichung und für Literaturkurse unserer gymnasialen Oberstufe gibt es einen Lehrplan“, sagt Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen. Er möchte den Schülern ermöglichen Theater als einen Ort der ästhetischen Wahrnehmungsschulung und der kulturellen Vielfalt kennen zu lernen. „Damit kann man nicht früh genug anfangen“, so Hermann Twittenhoff weiter, der sich dem Ruf als Kulturschule der Stadt Dorsten verpflichtet fühlt. Für den 5. Jahrgang mit seinen über 180 Schülern ist daher die Burghofbühne Dinslaken eingeladen worden, die im Forum "Robin Hood - ein Dieb wird gesucht" aufführte. Das Ein-Personen-Stück wurde von Anke Klapsing-Reich vom Kulturbüro der Stadt Dorsten unterstützt.
Das Stück ist eine Adaption der klassischen Heldengeschichte und stellt dem Rächer der Enterbten ein junges Mädchen gegenüber, die so zur Heldin ihrer eigenen Geschichte wird. In dem rasanten Monolog werden klassische Elemente der Sage mit modernen Versatzstücken verwoben und die Frage nach Gerechtigkeit neu verhandelt.
Seit König John regiert, geht es den Bewohnern Englands schlecht. Aber es gibt Hoffnung. Bei Nottingham, im Sherwood Forest, bestielt Robin Hood, „König der Diebe, Retter der Armen und Kämpfer für Gerechtigkeit“ die Reichen und verteilt seine Beute scheinbar selbstlos an Bedürftige. Zeitgleich lebt Robin of Love, ein junges Mädchen, in der Nähe. Sie glaubt nicht an die Legenden, die man sich im Dorf über Robin Hood erzählt. Die Hoffnung, dass der „König der Diebe“ eines Tages angeritten kommt und seine Beute mit ihr teilt, bleibt leider unerfüllt. Robin beschließt sich selbst zu helfen. Und sie weiß auch schon wie. Schließlich ist sie die beste Fährtenleserin im Dorf und auf Hood ist ein Kopfgeld von 200 Dukaten ausgesetzt. Also zieht sie los in den Wald, um den größten Dieb Englands zu stellen. Die Aufführung“, meinte die Kulturbeauftragte der Gesamtschule Wulfen, Katrin Block“, „ist eine altersgemäße Heranführung an körper-/ bildsprachliche Ausdrucksformen. Es gab gleichermaßen Berührungspunkte zwischen der Schauspielerin und den kleinen Zuschauern, da sie sich in der sinnlichen Erfahrung individuell wiedererkannten. Außerdem konnten sie die Erfahrung eines unmittelbaren zwischenmenschlichen Kontaktes als Gemeinschaftserlebnis machen.“