Hau Rein – Bergbauprojekt

Gesamtschule Wulfen belegt 2. Platz

Wulfen. Vier Jahre lang hatte sich eine neunköpfige Projektgruppe mit Schülern der Gesamtschule Wulfen aus den Jahrgängen 7 bis 10 unter Leitung von Sabine Bornemann mit dem Bergbau in Dorsten beschäftigt. „Daraus sind eine interaktive Multimedia-DVD und eine Videoreportage entstanden“, freute sich Schulleiter Hermann Twittenhoff. Und umso mehr, weil dieses große Engagement beim „7. Forum Geschichtskultur“ auf der Zeche Zollverein in Essen mit dem zweiten Preis belohnt wurde. „900 Euro dürfen wir mit nach Hause nehmen“, so Hermann Twittenhoff weiter. Das Geld soll in weitere Medienprojekte der Gesamtschule Wulfen fließen. Die Multimediapräsentation beschreibt die Geschichte der drei Dorstener Zechen Baldur, Fürst Leopold und Wulfen von der ersten Abteufe 1913 bis zur endgültigen Einstellung der Förderung 2001. „Darin enthalten sind zahlreiche Zeitzeugeninterviews als Videosequenzen und mehr als 2.400 Fotos mit Texten auf 422 Bildschirmseiten. Die Reportage widmet sich dem Strukturwandel nach dem Auslaufen des Bergbaus in Hervest“, erklärt Sabine Bornemann. Ausgehend von der Extraschicht 2011 und dem WDR-Radiotag auf der leeren Zechenbrache werden die Sanierung des Geländes, das Projekt „Soziale Stadt Hervest“, das Engagement des Vereins für Bergbau, Industrie und Sozialgeschichte und die Entwicklung eines „Kreativquartiers“ bis hin zum Bau des neuen Jugendzentrums „Das Leo“ begleitet. Das Schulprojekt wurde unterstützt und gefördert aus dem NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“, von der RAG-Stiftung, aus dem „Bürgerfonds Hervest“ und vom Bergbauverein. Beide DVDs sind in der Dorstener Stadtinfo und im Online-Shop der Volksbank unter www.shop.vb-dorsten.de für 10 Euro erhältlich.