GSW-Projektwoche-Ausstellung

Jedes Jahr findet in der Gesamtschule Wulfen eine Projektwoche statt. Hier haben alle Schüler die Möglichkeit, über die eigenen Fachgrenzen hinaus an Projekten und Exkursionen teilzunehmen. „In der Projektwoche wird kreatives und unkonventionelles Lernen in der Schule und außerhalb des Standards ermöglicht. Durch die Angebote wird den Schülern eine individuelle Weiterentwicklung spezieller Fähigkeiten ermöglicht“, sagt Schulleiter Hermann Twittenhoff. Die kreativen Arbeiten der Schüler werden am kommenden Freitag, 12.4., in der Zeit von 9 Uhr bis 11.20 Uhr ausgestellt. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen.

GSW-Schüler in Frankreich

18 Schüler der Gesamtschule Wulfen waren eine Woche lang zu Gast im befreundeten College Nicolas Ledoux Dormans in Frankreich. „Das ‚richtige Leben’ erfahren Schüler erst im Gastland. Hier lernen sie nicht nur unsere Sprache, sondern auch unsere Kultur Landes“, sagt Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen. „Vom Austausch profitieren deutsche wie französische Schüler gleichermaßen. Denn gegenseitige Besuche prägen die persönliche Entwicklung,“ weiß Svenja Kevering, eine der Koordinatorinnen aus Erfahrung. In Frankreich bildeten die öffentlichen Schulen die große Mehrheit, so die begleitende Lehrerin Lena Landwehr. Ähnlich wie in Deutschland arbeiteten die Bildungseinrichtungen nach den vier großen Prinzipien „gleiche Chancen, keine Diskriminierung, Neutralität und Trennung von Religion und Staat ". Und doch sehe der Schulalltag anders aus, weil der Unterricht in Frankreich bis in den späten Nachmittag andauerte.

Für die Gastschüler sollten Bildung, Kultur und Spaß in Frankreich auch nicht zu kurz kommen. Auf dem Programm stand die Teilnahme am Unterricht in verschiedenen Fächern am Collège Claude-Nicolas Ledoux, ein gemeinsamer Besuch des Weinbergmuseums „musée de la vigne et du vin in Verzenay „sowie gemeinsame Nachmittagsveranstaltungen, wie beispielsweise Bowling. Was nicht fehlen durfte war ein sonniger Spaziergang durch Dormans sowie die Besichtigungen vom Château, dem deutsch-französischen Soldatenfriedhof des 1. Weltkrieges. Weiter ging es mit dem Besuch des Champagnermuseums Mercier, der Besichtigung der Kathedrale in Reims, inklusive einer Shoppingtour. An den Nachmittagen boten die französischen Gastfamilien ein buntes Programm: Schokoladenmuseum, Trampolinhalle, Lasertag, Sportaktivitäten. „Es herrschte eine sehr harmonische Stimmung in den Gastfamilien und es bildeten sich bereits enge Freundschaften zwischen den Austauschpartnern. Einige haben sich bereits für die Sommerferien erneut verabredet“, freute sich Hermann Twittenhoff über den erfolgreichen Austausch.

“Liebe, Love and the Sexperts”

GSW-Schüler im Theater

 „Unsere Schüler haben in ihrer Schullaufbahn Zugang zu Inhalten und Projekten kultureller Bildung“, sagt Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen. Deshalb besuchte der 8. Jahrgang, das sind rund 180 Schüler, das Gemeinschaftshaus in Wulfen, um sich dort die Theatervorführung "Liebe, Love and the Sexperts" anzuschauen. „Die Schüler erlebten ein Stück, das sie in ihrem Alter thematisch anspricht und zum Nachdenken anregt“, so Kunstlehrerin und Kulturbeauftragte der Gesamtschule Wulfen, Katrin Block.

Die Schauspieler kommen vom Theater „Theaterspiel“. „Theaterspiel ist ein mobiles Theater mit Sitz in Witten, das selbstentwickelte Stücke zeigt, die eher pädagogisch als künstlerisch anzusehen sind. Somit geht es immer um gesellschaftliche Fragestellungen“, erklärt Katrin Block. "Liebe, Love and the Sexperts" ist ein lustvolles Stück über Liebe und Sexualität für Menschen ab 12 Jahren. Die Aufführung thematisiert Geheimnisse, Tabus und vermeintliche Peinlichkeiten. Mit viel Musik und Gesang, Live-Raps und Komik nahe an der Lebenswelt der Jugendlichen konzipiert, betreibt das Stück humor- und lustvoll Aufklärung. Inhaltlich geht es um zwei Jugendliche, die sich näherkommen. Robin und Lucy sind ratlos und überfordert mit ihren Gefühlen füreinander. Zwar kennen sie aus Internet und Film alle möglichen und unmöglichen Sexstellungen, wissen, was Intimzone und Kondome sind. Aber wie dem anderen sagen, dass man ihn liebt? Und wie verhüten, es den Freunden erzählen und mit den eigenen Eltern darüber sprechen? Etwas Hilfe könnten Lucy und Robin bei ihrer ersten großen Liebe gut gebrauchen. Zu der Aufführung gehörte ein Nachgespräch mit den Schaupielern. Zudem wird das Stück in Biologie in den Unterricht beim Thema „Sexualerziehung“ eingebunden. Da die Gesamtschule Wulfen am Modellprogramm für kreative Schulen teilnimmt, werden diese Besuche finanziell von der Kulturagentin Ariane Schön unterstützt.

Red Dot –Museumsbesuch

GSW-Schüler nutzen außerschulische Lernorte

Der Kurs der Gesamtschule Wulfen „Bildende Kunst“ des Jahrgangs 10 hat die Erarbeitung eines Stuhls zum Thema und besuchte daher das Red Dot Design-Museum. Geleitet und begleitet wurde er von Tanja van der Schors und Martin Reuer. „Dieser Stuhl soll den gängigen Designaspekten gerecht werden. Gerade das tägliche Sitzen ist ein wichtiges Thema. Wir essen, arbeiten, schlafen, schauen TV, spielen, reisen im Sitzen. Als außerschulischer Lernort entfacht dieses Museum den Funken der Begeisterung für unsere künstlerischen Unterrichts-Themen“, sagte Schulleiter Hermann Twittenhoff. Die Schüler sollten sich vor Ort in Essen von aktuellen Designobjekten inspirieren lassen.

SAMSUNG CSC

„Das Red Dot Museum bietet seinen Besuchern 2.000 begeisternde Exponate zum Anfassen. Als Abwechslung zum Drücken der Schulbank macht es Spaß, den Tag einmal anders zu verbringen“, so Kunstlehrerin Tanja van der Schors. Das beste Produktdesign, vom einfallsreichen USB-Stick über den multifunktionalen Herd bis hin zum frei schwebenden Helikopter, ausgezeichnet von einer internationalen Fachjury: Auf fünf Etagen zeigt das Haus die weltweit größte Ausstellung zeitgenössischen Designs. „Wir sind gezielt hierher gefahren. Für unsere Schüler war das ein bereichernder und anregender Tag, der eine intensivere Auseinandersetzung mit ausgewählten Ausstellungsstücken ermöglichte“, freut sich Martin Reuer auch auf die kommenden Exponate seiner Schüler.

Gesamtschüler aus Wulfen spenden Blut

„Mit einem ‚Pieks‘ Leben zu retten, das ist mit einer Blutspende möglich“, sagt der Leiter der Gesamtschule Wulfen, Hermann Twittenhoff. Daher hatten seine Schule, das Deutsche Rote Kreuz und die DKMS gemeinnützige GmbH (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) zu einer großen Blutspende­aktion und einer Stammzellen-Bestimmung eingeladen. „43 Blutkonserven konnten entnommen werden, 33 der Spender waren Erstspender. Die Typisierung der Stammzellen war mit 87 Personen auch super besucht“, freuten sich die Initiatorinnen Rahel Steinbeck und Kathlen Schwane. Das Deutsche Rote Kreuz und die DKMS waren mehr als zufrieden und möchten ihren Einsatz gerne wiederholen. Es gebe immer wieder Situationen, in denen Menschen zum Überleben das Blut eines anderen Menschen bräuchten, so Hermann Twittenhoff weiter: „Jeder von uns. Sei es durch einen Unfall, eine Krankheit oder eine Operation. Dann zählt jede freiwillige Blutspende.“ Die Typisierung der Stammzellen wurde vom Biologie-Leistungskurs durchgeführt. Die Schüler hatten gerade das Thema DNA und auch Knochenmarkspende im Unterricht besprochen. Unterstützt wurden sie von den Schulsanitätern, die Rahel Steinbeck ausbildet. Die Schulsanitäter waren auch als Helfer bei der Blutspende eingeteilt. Neben dem klassischen Erste-Hilfe-Wissen wurden im Schulsanitätsunterricht auch Themen wie Blutspende, Knochenmarkspende und Organspende behandelt. Genügend Blutspender zu finden, sei besonders schwer, meinte Gesamtschullehrer Olaf Herzfeld, der selbst bislang 35 Mal gespendet hatte und diese Maßnahme bereitwillig unterstützte. Der langfristige Trend mache ihm größere Sorgen: Jahr für Jahr gebe es weniger Spenden. Daher begrüße er die Aktion in der Gesamtschule Wulfen sehr.

GSW-Schüler besuchen Steinwache

Gleich mit drei Klassen der Gesamtschule Wulfen, 10.1, 10.2 und 10.4, besuchten die GL-Lehrer Lukas Wicik und Andreas Kelpin sowie weitere Klassenlehrer die „Steinwache" in Dortmund. In dieser Mahn- und Gedenkstätte bekamen die Wulfener Schüler Führungen durch das ehemalige Gefängnis, das direkt am Dortmunder Hauptbahnhof liegt und seit den 80er Jahren als Museum allen interessierten Besuchern offen steht. Das Gebäude vermittelt sowohl von außen als auch von innen einen authentischen Eindruck. „Die Ziele der Gedenkstätte sind eine Sensibilisierung unserer Schüler mit dem Ursprung und den Auswirkungen des Nationalsozialismus, dass die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät und die demokratische Ordnung auch weiterhin gewahrt wird”, sagte Schulleiter Hermann Twittenhoff. Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte des Gebäudes konzentrierten sich die Inhalte der Führungen auf die Zeit des Nationalsozialismus, in der etwa 66.000 Menschen dort eingesperrt waren. Die Schüler folgten aufmerksam den Erzählungen über Juden, sowjetischen Kriegsgefangenen und politischen Gegnern der Nationalsozialisten, die oft über mehrere Wochen unter unmenschlichen Bedingungen unschuldig in diesem Gefängnis eingesperrt waren. Viele Insassen wurden einem strapaziösem Verhör unterzogen, um an Informationen oder Geständnisse zu gelangen. Einige sahen keinen anderen Ausweg mehr als Selbstmord zu begehen. „Die Schüler bekamen in der etwa 90-minütigen Führung einen Eindruck davon, wie klein die häufig überbelegten Zellen waren und nutzten die Gelegenheit Fragen zu stellen”, erklärte Christian Kelpin, der die Fahrt initiiert hatte. So erfuhren sie beispielsweise, dass die Häftlinge bei Bombenangriffen um ihr Leben fürchten mussten, weil nur die Wärter hinaus ins Freie laufen durften. „Für viele von uns ist es eine Erfahrung gewesen, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden”, meinte Lukas Wicik.

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