Für sein langjähriges Engagement als  Schulleiter dankten dem ehemaligen Direktor Hans Kratz die gesamte Schulgemeinschaft und die Elternschaft der Gesamtschule Wulfen. Sie pflanzten zu seinen Ehren hinter den Sportanlagen der GSW eine Winterlinde, den Baum des Jahres 2016.
„Die Winterlinde wird bis zu 20 Meter hoch und sie kann bis zu 1000 Jahre alt werden“, sagte Christian Dziabel als Vertreter des Lehrerrats. „Ihre großen Blätter und ihr hoher Wuchs geben so viel Schatten, dass diese Bäume früher häufig an Tanzstätten oder kultischen Orten angepflanzt wurden.“ Hermann Twittenhoff, der Nachfolger von Hans Kratz, sieht in der langen Lebensdauer der Winterlinde eine Parallele zum Wirken von Hans Kratz in Wulfen. Dieser habe sich stets für Nachhaltigkeit auf der Unterrichtsebene im Hinblick auf konkrete Themen, Fragestellungen und Projektvorhaben  in  der Schule eingesetzt. „Werte sollten nach dem Bildungsverständnis von Hans Kratz nicht nur vermittelt, sondern im aktiven Lernprozess erworben, gefestigt, hinterfragt und weiterentwickelt werden“, so Hermann Twittenhoff während der Pflanzaktion. Diese Nachhaltigkeit verknüpfe auch die Forderung nach Gerechtigkeit gegenüber nachfolgenden Generationen mit der Forderung nach globaler Gerechtigkeit zwischen den heute lebenden Menschen. Hans Kratz war sichtlich gerührt und meinte: „In der Schule kommt der Nachhaltigkeit eine bedeutsame Rolle als Navigationsinstrument und Wertemaßstab für ein selbstbestimmtes Leben zu. Je früher Kinder an Themen und Probleme der nachhaltigen Entwicklung herangeführt werden, desto selbstverständlicher wird ihr späterer kritischer und engagierter Umgang mit den großen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit werden, um verantwortungsvoll die Zukunft mitgestalten zu können.“

„Deutschland ist ein sicheres Land“, so fasste Haroon (29) aus Afghanistan seine Einschätzung bei der Ausstellungseröffnung „Gesichter einer Flucht“ in der BiBi am See zusammen. Gut 40 Gäste hörten gespannt zu, als Haroon die Geschichte seiner Flucht erzählte. Auch Selam (23) aus Eritrea berührte die interessierten Zuhörer, als sie von ihrer Verfolgung durch das Militär berichtete. Neben diesen beiden Erzählungen sind 17 weitere im Sachbuchbereich der BiBi nachzulesen. Gertrudis Sommer, Leiterin des Asylkreises Haltern, berichtete, wie die 19 Informationsständer in Form von Roll-ups und die damit verbundenen sehr berührenden Schilderungen entstanden sind. Schüler des jetzigen Abiturjahrgangs, die das BiBi am See-Café betreiben, versorgten die Gäste mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee.

Drei Kinder  der GSW-Willkommensklasse erzählten neben dem, was sie erlebt haben, auch von ihren Zukunftsplänen in Deutschland und Klassenlehrerein Anna Ziora war stolz, wie schnelll und gut die drei Mädchen die deutsche Sprache erlernen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 25.01. in der BiBi am See zu sehen.

Schon lange gehört es zum Schulleben der Gesamtschule Wulfen, dass junge Menschen den Kontakt zu den Bewohnern des AWO-Seniorenheims suchen.

Jetzt kamen die Senioren einer Einladung der Gesamtschule in das Forum nach. Die Musical-AG des fünften Jahrgangs hatte das Stück „Weihnachtsfest in England“ unter Anleitung von Annegret Hüls eigens für ihre älteren Gäste geprobt und führte es auf.
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21 Schüler vom College Nicolas Ledoux Dormans sind diese Woche zu Gast in der befreundeten Gesamtschule Wulfen (GSW). „Das ‚richtige Leben’ erfahren Schüler erst im Gastland. Hier lernen sie nicht nur unsere Sprache, sondern auch unsere Kultur besser kennen“, sagt Hermann Twittenhoff, Leiter der GSW. „Vom Austausch profitieren deutsche wie französische Schüler gleichermaßen. Denn gegenseitige Besuche und viele persönliche Gespräche prägen vor allem die persönliche Entwicklung“, weiß Ralf Michaelis, einer der Koordinatoren des Lehrerkollegiums aus Erfahrung.

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Dieser Schüleraustausch findet nunmehr seit weit über 30 Jahren statt, sagte Hermann Twittenhoff anlässlich der Begrüßung. Der frühere stellvertretende Direktor Franz Sternemann hatte sich mit viel persönlichem Einsatz und mit der Hilfe seiner Schüler um die Pflege der Kriegsgräber in Frankreich gekümmert. Aus diesem Engagement erwuchs die enge Freundschaft beider Schulen und der Gedanke sich regelmäßig im Sinne der Völkerverständigung zu besuchen.
Für die Gastschüler, die von ihrer Deutschlehrerin Sylvia Boudin begleitet werden, soll der Spaß in Wulfen aber nicht zu kurz kommen. So stehen Ausflüge nach Bochum ins Bergbaumuseum und Münster mit Stadtführung und Besuch auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Veranstaltungsprogramm. Besonders freuen die französischen Schüler am Donnerstag auf den Besuch der Innenstadt von Dorsten und das anschließende Schwimmen im Antlantis.