Schüler auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Die Gesamtschule Wulfen hat sich beim Schulcasting für das Projekt Move im Musiktheater im Revier beworben und ist mit fünf weiteren Schulen in die Auswahl gekommen. „Das Ziel ist es, in den nächsten Monaten bis kurz vor den Sommerferien 2019 zwei Aufführungen mit rund 190 Schülern verschiedener Schulen auf die Beine zu stellen“, freut sich Schulleiter Hermann Twittenhoff bei diesem Projekt dabei zu dürfen. Begleitet wird die Gesamtschule Wulfen von professionellen Tänzern, Regisseuren und Choreografen des Theaters. Betreut werden die Schüler von den beiden Lehrerinnen Tanja van der Schors und Katrin Klöpfer.

Alle Schulen trainieren erst in der eigenen Schule und werden dabei von professionellen Tänzern gecoacht. Kurz vor den Aufführungen im Sommer nächsten Jahres finden die Proben fast täglich im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen statt. „Dort werden alle Schüler mit den Tänzern auf der großen Bühne zusammen gebracht“, so Tanja van der Schors. Sie durchlaufen bei den wöchentlichen Proben Warm-Ups und Choreografien, lernen Fachbegriffe aus der Welt des Tanzes, lernen Bewegungen aus dem Modern oder Jazz-Dance und dem Ballett und entwickeln eigene kleine Choreos. Die Tänzer beobachten die Gruppen und entwickeln parallel mit den Regisseuren des Theaters eine eigene Geschichte für die Aufführung im Sommer 2019. „Unsere Profitänzerin ist Jutta Maas. Sie leitet das wöchentliche Training am Freitag, das im Forum stattfindet“, sagt Katrin Klöpfer. Derzeit tanzen 40 Schülerinnen und Schüler aus zwei 9er Kursen „Darstellen und Gestalten“ und einer 8ten Klasse mit, da ein Lehrinhalt des 9. Jahrgangs Tanzen ist.

Es ist für die meisten Schüler eine einmalige Chance, einmal auf einer großen Bühne zu tanzen und das an der Seite ausgebildeter Ballett-Tänzer. Schon nach einigen Proben wird deutlich, wie einzigartig Tanzen ist und welche Wirkung es auf die Kinder hat. „Sie haben dabei einen solchen Spaß, wachsen als Gruppe zusammen und erhalten ein ganz anderes Körpergefühl. Dieses Projekt ist etwas ganz Besonderes“, meint Hermann Twittenhoff. „Wir hätten als Kind davon geträumt, so etwas jemals tun zu dürfen“, erinnern sich die beiden betreuenden Lehrerinnen an ihre eigene Schulzeit.