Großer Beifall für abwechslungsreiches Weihnachtskonzert der Gesamtschule Wulfen in der Bibi am See

Weihnachtsstimmung zauberten der Schulchor und Oberstufen-Kurs des 12er Jahrgangs und Solisten aus den Jahrgangstufen 6-12 unter der Leitung ihres Musiklehrers Alfons Düsterhus in die Bibi am See.
Eine bis auf den letzten Platz gefüllte Bibliothek, weihnachtliche Beleuchtung, ein schwarzer Konzertflügel, verschiedene Instrumente und über 30 einheitlich gekleidete Schülerinnen und Schüler kündigten es an: Premiere des ersten Weihnachtskonzertes in der Bibi-am See mit dem Titel „The Music never ends“
Es dauerte nur wenige Sekunden, da hatte der Schulchor mit den beiden vorgetragenen Chorarrangements“ Conquest of Paradise!“ und „One small Voice“ die Zuhörer in Ihren Bann gezogen. Das Publikum quittierte die erstaunliche Leistung des Chores mit einem kräftigen Applaus.
Das die Bibliothek über eine hervorragende Akustik verfügt, die bestens auch für Kammermusikalische Konzertaufführungen geeignet ist, bewies die von Eva Gruber meisterhaft vorgetragene Tarantella op. 23 von William Henry Squire auf ihrem Cello. Hierbei wurde sie von Alfons Düsterhus auf dem nun auf Dauer in der Bibliothek verbleibenden Yamaha Konzertflügel begleitet.
Für Gänsehaut pur sorgte das „Halleluja“ von Leonard Cohen. Schulchor und Solist Kevin Ramic zauberten eine so besinnliche Atmosphäre in die Bibi, dass die Zuhörer es sich nicht nehmen ließen, den Refrain mitzusingen. Das mit allen gesungene „Hevenu shalom alechem“- „wir wünschen Frieden für alle“, steigerte diese Stimmung noch.
Mit viel Beifall wurden die darauffolgenden Beiträge von Daniel Gruber am Kontrabass, Niklas Giersbach an der Trompete und Barbara Wüst an der Gitarre, belohnt.
Tamino Ossing, Gerrit Kuhlmann, beide Jahrgang 6, bewiesen in beeindruckender Weise, dass an unserer Schule große Nachwuchspianisten heranreifen. Auswendig spielten beide Klaviermusik zu vier Händen von Anton Diabelli und die Klaviersolostücke „All of me“ und die fabelhafte Welt der Amelie. Für ihre Vorträge erhielten sie vom Publikum tosenden Applaus.
Mit ausgewählten Gospel und Texten zum Nachdenken sorgte der Schulchor und Sprecherin Josefine Bokberger für eine kurze Zeit der gemeinsamen Besinnung auf das bevorstehende Weihnachtsfest.
Den Höhepunkt und den Abschluss des 90minütigen abwechslungsreichen Konzertes gestalteten alle Beteiligten mit den Zuhörerinnen und Zuhörer gemeinsam. Auftakt hierzu machte der Klassiker „Last Christmas“, More than a Child, gesungen von Eva Gruber und viele bekannte Weihnachtslieder.
Das Publikum spendete am Ende noch einmal reichlich Beifall für das begeisternde Konzert.
Am Ende des Konzertes bedankten sich der Schulchor, der Oberstufenkurs 12 und die Solisten beim Publikum mit der Zugabe „The Music never ends“ von Andres Clouse im Arrangement von Alfons Düsterhus.

GSW-Schüler besuchen Theater Marl

„All’ unsere Schüler haben in ihrer Schullaufbahn Zugang zu Inhalten und Projekten kultureller Bildung“, sagt Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen. Deshalb besuchte der 10. Jahrgang, das sind rund 170 Schüler, das Theater Marl, um sich dort "Die Kriegerin" anzuschauen.

„Tina Müllers Bearbeitung bleibt eng an der Vorlage, öffnet aber behutsam den Blick auf die Erfahrungen der Flüchtlinge ebenso wie auf die Menschen außerhalb der rechten Szene und fragt so nach der Verantwortung jedes Einzelnen“ so Kunstlehrerin und Kulturbeauftragte der Gesamtschule Wulfen Katrin Block.

In einer Demokratie darf jeder mitbestimmen. Doch dass mit „jeder“ auch Ausländer gemeint sind, passt der jungen Marisa so gar nicht. Ihr Hass richtet sich direkt gegen Ausländer, Politik und Polizei. Wer nicht in ihr Weltbild passt, kriegt aufs Maul. Das bekommen auch die beiden jungen Flüchtlinge Rasul und Jamil zu spüren, die Marisa und ihren rechtsradikalen Freunden zufällig in die Hände fallen. Marisa räumt die beiden kurzerhand mit ihrem Auto von der Straße. Als Rasul danach bei Marisa auftaucht, weil er nun in Deutschland auf sich alleine gestellt ist, kommen der jungen Neonazi Zweifel an ihrer Ideologie. Gleichzeitig drängt sich die 15-jährige Svenja in die Clique. Sie will frei sein und der Kontrolle ihres Stiefvaters entfliehen. Doch während Svenja immer tiefer in die rechtsradikale Szene reinrutscht, fühlt sich Marisa unfreiwillig für Rasul verantwortlich. Sie ist bereit, etwas zu ändern. Da die Gesamtschule Wulfen am Modellprogramm für kreative Schulen teilnimmt, werden diese Besuche finanziell von der Kulturagentin Ariane Schön unterstützt.

Gesamtschüler aus Wulfen besuchen Buchenwald und Weimar

Die Schüler des Leistungskurses Geschichte der Gesamtschule Wulfen und ihre Lehrer Werner Thies, Niels Kohlhaas und Özgün Cicek besuchten zwei der wichtigsten historischen Pole der deutschen Geschichte. „Das erste Ziel der Reise war Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Ettersberg unweit von Weimar“, sagte Schulleiter Hermann Twittenhoff. Vor Ortkonnten sie sich dank der informativen Führung und der gelungenen neuen Ausstellung ein Bild machen von den dortigen Geschehnissen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und dem Umgang mit der Gedenkstätte während der Zeit der DDR. Mit dem Lager sollten politische Gegner bekämpft, Juden, Sinti und Roma verfolgt sowie "Gemeinschaftsfremde dauerhaft aus dem deutschen "Volkskörper" ausgeschlossen werden. Schon bald wurde Buchenwald zum Synonym für das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager.

Am zweiten Tag folgte neben einem Rundgang durch die Goethe- und Schiller-Stadt Weimar ein Besuch der Sonderausstellung zur Entstehung der Weimarer Republik im Weimarer Stadtmuseum. Hie spürten die Schüler aus Wulfen den Geist der deutschen Klassik. Weimar ist zudem die Stadt, die der ersten parlamentarischen Republik auf deutschem Boden ihren Namen verlieh. In Weimar, der Kulturstadt Europas 1999, waren viele große Persönlichkeiten zu Hause: Goethe, Schiller, Herder, Bach, Liszt, Wieland, Cranach, van de Velde oder Gropius als Begründer des Bauhauses. Für die angehenden Abiturienten gab es also viel zu sehen. Finanziell unterstützt wurde die Fahrt vom Förderverein der Gesamtschule FSG dem Evangelischen Erwachsenen Bildungswerk und erstmalig von der Landesregierung NRW.