Tag der offenen Tür der GSW 2021

Bläserklassen bilden mit den Kulturklassen eine besondere Gemeinschaft: die Kreativklassen. Eine Anmeldung ist unabhängig von Vorkenntnissen zur 5. Klasse möglich. Das Fach „Darstellen und Gestalten“ gibt es nur an der Gesamtschule Wulfen und kann ab dem Jahrgang 7 als besonderes Wahlpflichtfach gewählt werden. Zur Information über solche schulischen Angebote war der Andrang der Eltern mit ihren Kindern am Tag der offenen Tür entsprechend groß. Es gab ein buntes Unterhaltungsprogramm für die fast 600 Besucher, die sich über das Leistungsangebot der Kulturschule der Stadt Dorsten vor Ort informieren wollten. „Unsere Besucher sollten viel über Lernmethoden und Freizeitangebote, über Schulziele und die Alltagsumsetzung erfahren“, sagte Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen. Um die Corona-Auflagen zu erfüllen, waren eigens Führungen durch das weitläufige Gebäude und die zahlreichen Fachbereiche organisiert worden.

Das Angebot der Gesamtschule setzte sich zusammen aus der Präsentation der unterschiedlichen Fachbereiche und aus Beratungs- und Informationsständen. In der Schulstraße, dem Aufenthalts- und Lernort vieler Schüler, wurde ein Film über den schulischen Alltag gezeigt. Wie Klassenräume ausgestattet und bestmöglich genutzt werden können, zeigte Vanessa Trabert, Klassenlehrerin im 6. Jahrgang. In den vorgelagerten Differenzierungsräumen können beispielsweise Klein­gruppen gesondert beschult werden. Hier wurde auch das dafür notwendige Differenzierungsmaterial vor­gestellt. „Die Gesamtschule Wulfen ist schon lange auf den digitalen Zug aufgesprungen und präsentierte unter anderem das Pflichtfach Informatik der Klassen 5 und 6“, erklärt Barbara Bögl, Abteilungsleiterin der Jahrgänge 5 und 6. Informatik kann später weiterführend in der Oberstufe gewählt werden. Zurzeit verfügt die GSW über drei gut ausgestattete Fachräume und weitere Rechner in der angeschlossenen Bibi am See.

Auf Interesse stießen ebenfalls die zahlreichen Förderangebote für Lese-Rechtschreib-Schwäche, Dys­kalkulie oder die Begabtenförderung, genauso wie die unterrichtete Sprachenvielfalt: Latein, Spanisch, Englisch und Französisch. Besonderen Zuspruch fanden die Arbeiten der Schüler aus den Kulturklassen im Kunsttrakt. Regelrecht Appetit machte der leckere Duft, der aus der Küche strömte. Hier backten Lehrerinnen mit Schülern, die Hauswirtschaft gewählt haben. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Naturwissenschaften. Hier kann die Gesamtschule Wulfen auf viele überregionale Wettbewerbserfolge ihrer Schüler stolz sein. Und noch eine Besonderheit wurde vorgestellt: die Case Creole. Dieser Schülerladen wird als Schülerfirma von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungs­bedarf geleitet. „Inklusion ist bei uns seit mehr als 25 Jahren im Unterricht fest verankert“, so Hermann Twittenhoff.

Gerne beantworteten überall in der Gesamtschule Lehrer und Erzieher Fragen und vermitteln somit authentisch den Geist, der in der Gesamtschule herrscht und wie eine erfolgreiche Schulkultur hier vor Ort gepflegt wird. „Wir haben sehr viele, intensive Beratungsgespräche geführt“, resümierten Hermann Twittenhoff und Barbara Bögl. Das zeigte auch der große Andrang nach den Rundgängen bei der Beratung und Anmeldung der Jahrgänge 5 und EF.

Als gegen 14 Uhr die letzten Besucher die Schule verließen, zogen Hermann Twittenhoff und sein Stellvertreter Markus Jakschik zufrieden Bilanz: „Der Zuspruch ist ein Zeichen für die enge Verbundenheit der Gesamtschule mit Wulfen und Dorsten. Wir konnten zeigen, dass Schule und Bildung in jedem Alter Spaß machen und wir optimale Lernbedingungen vorhalten.“

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