Haus der Träume reloaded

Das „Haus der Träume“ mit den bunten Objekten, die Träume von Schüler darstellten, hat viele Jahre die Blicke auf sich gezogen. Aber Regen und Wind haben dem schwimmenden Objekt zugesetzt, nun brauchte es einen Neuanstrich. Dank Techniklehrer Lukas Wicik ist ein neues solides Floß gebaut worden. Anschließend hat die Kulturklasse des 6. Jahrgangs gemeinsam mit der Künstlerin Brigitte Stüwe „Das Haus der Träume reloaded“ mit großformatigen, farbigen Figuren versehen. Mit Hilfe der Kanu AG schauen nun Fantasiegestalten vom Wasser zum Ufer herüber.

Haus der Träume reloaded

Vor fünf Jahren, als Abschluss des „Kulturagentenprogramms für Kreative Schulen“, wurde das Haus der Träume zum ersten Mal auf dem Barkenberger See zu Wasser gelassen.

Die Kernidee war damals, eine Skulptur auf dem Barkenberger See gemeinsam zu erschaffen, weil die die Jugendlichen der Gesamtschule Wulfen sich gern dort aufhalten um zu entspannen, zu träumen und ihren Gedanken nachzuhängen,. Möglichst viele der Schüler*innen sollten sich am kreativen Prozess und an der handwerklich-technischen Umsetzung beteiligen.

Das Ergebnis war das Haus der Träume, ein Kubus mit transparenten Wänden, der auf einem Floß im Barkenberger See sanft schaukelt, und in dem sich hunderte von bunten Objekten befinden, die in einem Workshop von nahezu allen Schüler*innen mitgestaltet wurden und die unterschiedlichsten Träume der Jugendlichen symbolisieren.

Nach fünf Jahren auf dem Wasser war es 2020 Zeit die Skulptur aufzufrischen. Anstatt den Prozess einfach zu wiederholen, sollte eine neue Weise ausprobiert werden, die Vielfalt menschlicher Träume auszudrücken.

Jugendliche der Kulturklasse des 6. Jahrgangs haben sich deshalb mit der Darstellung menschlicher Porträts beschäftigt. Nachdem sie sich zunächst damit auseinandergesetzt hatten, wie Künstler*innen verschiedener Genres und Epochen mit dem Thema umgegangen sind, wurden eigene Skizzen angefertigt. Die individuellen Skizzen dienten als Vorlage, um mit Acrylfarbe Porträts auf die transparenten Außenwände des Kubus zu malen. Der Focus lag dabei auf größtmöglicher Vielfalt. Es ging darum, sich in eine Person oder ein Wesen hineinzuträumen, dass man gern einmal sein möchte, welches man gern einmal kennenlernen würde oder welches vielleicht sogar eine besonders große Herausforderung im vielfältigen Zusammenleben darstellen könnte.

Erschaffen haben die Jugendlichen mit ihren kreativen Einfällen ein Werk, das Diversität und nahes Miteinander besser gar nicht ausdrücken könnte! Dicht an dicht stehen die Figuren friedlich beieinander und schaukeln als kleine Gruppe auf dem großen See. Vielfalt schließt hier nicht nur unterschiedlichste Menschen, sondern auch tierähnliche Wesen, Märchenfiguren und sogar Aliens ein. Alle in einem Boot, eng beieinander, umschlossen von Wasser, aber in der Lage im Miteinander ihre Vielfalt auszudrücken. Und sogar die erdachten Figuren haben wiederum ihre eigenen Träume, ausgedrückt durch glänzende Splitter, die über ihren Köpfen schweben.

Brigitte Stüwe

 

Infos zum Bildmaterial: Das Bildmaterial spiegelt nicht die aktuelle Situation in Deutschland wieder und ist zu einer Jahreszeit vor den Herbstferien entstanden, an denen die "regelkonformen" Coronamaßnahmen eingehalten wurden. Seit dem 26.10.20 herrscht wieder eine einheitliche Maskenpflicht an den Schulen .