Bühne wird akustische Dampfmaschine

„Die kulturelle Bildung unserer Schüler ist eines unserer wesentlichen Bildungsziele“, sagt Johannes Kratz, Leiter der Gesamtschule Wulfen. Deshalb besuchte der 6. Jahrgang, das sind rund 180 Schüler, die Steampunk-Oper „Klein Zaches, Genannt Zinnober“ nach E.T.A. Hoffmann.

GSW Theater Jg 6 - Kopie_klein
Im Musiktheater im Revier erlebten die Schüler eine fantastisch-rockige Aufführung“, so Kunstlehrerin und Kulturbeauftragte der Gesamtschule Wulfen Katrin Block. Das Orchester spielte gemeinsam mit der Steampunk-Band Coppelius zwischen riesigen rauchenden Zahnrädern, was Begeisterungsstürme bei den jungen Zuschauern auslöste.
Inhaltlich handelt das Stück von dem aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Fiesling Klein Zaches, der durch einen gut gemeinten Zauber die Chance erhält, sein absonderliches Äußeres durch angenehmes Wirken, Güte, Fleiß und Zuvorkommenheit wettzumachen. Doch er lässt seine Möglichkeiten ungenutzt. Begleitet wurde der Theaterbesuch auch von Musiklehrerin Stefanie Gruber-Hemmelmann: „Das ist die weltweit erste Steampunk-Oper und deshalb handelt es sich um ein ungewöhnliches Projekt für einen klassischen Opernbetrieb.“ Sie lobte zudem die kreative Umsetzung. Die Akteure hätten zur freudigen Überraschung des Publikums die Bühne in eine akustische Dampfmaschine verwandelt, so die Musikpädagogin weiter. Um den Inhalt besser verstehen zu können, hatten die Schüler aus Wulfen im Vorfeld an einem Workshop zum Stück teilgenommen, der vom Gelsenkirchener Theaterteam angeleitet wurde.
Die Gesamtschule Wulfen nimmt am Modellprogramm für kreative Schulen teil. Daher werden diese Besuche von der Kulturagentin Ariane Schön unterstützt.

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