Kick Fair

Das Projekt ‚fair play – fair life’

Unsere Schule war 2006 am WM-Schulen Projekt ‚fair play – fair life’ beteiligt. Im Verlauf des Projekts haben sich vielfältige, positive Erfahrungen und Anknüpfungspunkte ergeben, die an der GSW weiterentwickelt und langfristig verankert wurden.

Dieses Projekt, welches auch unter dem Titel ‚Straßenfußball für Toleranz’ durchgeführt wurde, beinhaltet eine Reihe von Lernfeldern, die mit den Zielen unserer Schule in vielfältiger Weise vereinbar sind.

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Themen wie Fairplay, fairer Umgang miteinander, Regeln für ein tolerantes Miteinander sind zentrale Bestandteile des Sportunterrichts an unserer Schule. Sie sind allerdings auch Leitideen für unser Busbegleiterprojekt oder die Aktion ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage’. Auch im Streitschlichterprojekt sind sie der Schlüssel zu einer für beide Seiten tragbaren Konfliktlösung.

In all den genannten Lernfeldern garantieren Schülerinnen und Schüler, die über Kompetenzen im Bereich der Mediation verfügen, für eine erfolgreiche Konfliktbearbeitung. Diese Fähigkeiten sind im Bereich unabdingbarer Schlüsselqualifikationen angesiedelt. Aus diesem Grunde sieht es unsere Schule als eine wichtige Aufgabe an, interessierten Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zum Erwerb dieser Kompetenzen zu eröffnen: sei im Rahmen der Ausbildung zum Streitschlichter oder zur Streitschlichterin, sei es im Rahmen der Ausbildung zum Busbegleiter, die in Zusammenarbeit mit den betroffenen Verkehrbetrieben und dem Kommissariat Vorbeugung der Polizei stattfindet, oder sei es im Rahmen der Ausbildung zum Teamer für die Begleitung von Straßenfußballturnieren.

Das Projekt ‚fair play – fair life’ wurde nach der WM kontinuierlich unter der Koordination von kickfair e. V., Stuttgart unter dem Titel ‚Fussball-lernen-global’ weitergeführt. Eine enge Kooperation mit dem Verband ‚street football world’ und dem Institut für Friedenspädagogik wird seitens der Schule gepflegt. Sowohl im 10. Jahrgang als auch im 11. Jahrgang finden Lehrgänge zur Teamer-Ausbildung statt.

Der enge Kontakt zu kickfair ermöglichte im vergangenen Jahr 10 Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 12 und 13 unter Leitung von Dagmar Kaup und Ulrich Hengemühle eine Partnerschule in Sao Bento im Nordosten Brasiliens zu besuchen. und so globales Lernen im Rahmen einer Austauschbegegnung hautnah zu erfahren. Nach der Ankunft in São Luis, der Hauptstadt des Bundesstaates Maranhão, besuchte die Gruppe zunächst Formação und wurde mit den verschiedenen Arbeitsfeldern und Strukturen der Organisation vertraut gemacht. Im Anschluss daran stand ein 12-tägiger Besuch in São Bento und der dortigen Partnerschule CEMP auf dem Programm.

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In diesen Tagen hatten unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich intensiv über ihre Erfahrungen mit Straßenfußball und über Möglichkeiten der Partizipation und Verantwortungsübernahme in der Kommune auszutauschen. Ganz praktisch wurde dies beim gemeinsame Ausrichten eines Straßenfußballturniers auf dem ‘Plaza de Eventus’ mitten in São Bento, an dem verschiedene Schulen der Stadt teilnahmen.

Die gemeinsame Zeit wurde aber auch genutzt, um gemeinsame Inhalten und Projekte für die Zeit bis zum geplanten Gegenbesuch der Brasilianer in Deutschland im August 2014 festzulegen.
São Bento und Wulfen verbindet also mittlerweile neben dem Straßenfußball auch viele gemeinsame Erfahrungen, Projekte und Zukunftsvisionen, die in der kommenden Zeit in die Praxis umgesetzt werden sollen. Die Begegnung wurde durch das ENSA-Programm gefördert und ist Teil einer langfristigen Lernpartnerschaft zwischen unseren beiden Schulen.